Solidaritätskundgebung & Bildbericht Seenotrettung

Montag, 23. Juli, 16 Uhr, Stuttgart: 
Solidaritätskundgebung mit den Aktivist*innen der Seenotrettung und dem 
Flüchtlingsschiff MS Hoffnung am Denkmal des Herzog von Württemberg, 
Unterer Schloßplatz Ecke Bolzstrasse.
Die MS Hoffnung ist ein sogenanntes Rubberboat ( 12m auf 4m ) das im 
April dieses Jahres mit 100 Menschen von Libyen nach Europa eingesetzt 
wurde. Dieses Boot ist die Bühne für eine öffentlich Debatte, ein 
„Bürger/Innenparlament“ zur Überwindung von Fluchtursachen an der sich 
alle Interessierten beteiligen können.
Montag, 23. Juli, 20 Uhr im Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17,
 Veranstaltung zur aktuellen Situation der Flüchtlingspolitik, mit 
Bildbericht über die Seenotrettung. Eingeladen sind VertreterInnen von  
Friedens-und Flüchtlingsinitiativen, sowie die Stuttgarter 
Bundestagsabgeordneten.
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Kundgebung Seenotrettung

Die Zahl der Todesfälle im Mittelmeer steigt im Sommer 2018 immer weiter.
629 Menschen sind allein im Juni 2018 auf der Flucht im Mittelmeer
ertrunken.

Und während zahlreiche ehrenamtliche Helfer sich die letzten Monate und
Jahre in der Seenotrettung im Mittelmeer für fliehende Menschen
einsetzten, schottet die EU ihre Außengrenzen immer weiter ab. Sie
versucht, selbst die Lebensrettung von Schiffbrüchigen zu unterbinden.
Tausende Tote werden bewusst in Kauf genommen.

Der Fall des Seenotrettungschiffs Lifeline zeigt: wer Menschen vor dem
Ertrinken rettet, wird erst als ‚Schlepper‘ diffamiert und kriminalisiert.
Und letztendlich handlungsunfähig gemacht, indem Seenotrettungsschiffe in
den Häfen festgesetzt werden. Derzeit kann kein einziges NGO-Schiff im
Mittelmeer Menschenleben retten.

Mit Menschenrechten oder Humanität hat diese Vorgehensweise nichts mehr zu
tun. Sie ist das zynische Gegenteil von Menschenrecht: nämlich der weitere
Ausbau einer Festung Europa.

Auch Baden-Württemberg soll Teil der Festung werden, beispielsweise mit den
geplanten „Ankerzentren“ in Heidelberg und einer Landesregierung, die sich
an der Einführung neuer „sicherer Herkunftsländer“ beteiligt.

Wir rufen alle, die dieser menschenverachtenden Politik etwas
entgegensetzten wollen dazu auf, aktiv zu werden gegen diesen epochalen
Zivilisationsbruch!

Kommt am 21. Juli um 14:00 auf den Stuttgarter Schlossplatz und lasst uns
gemeinsam deutlich machen, dass Menschenrechte unteilbar sind und eine den
Menschenrechten verpflichtete Politik anders geht!

Wenn viele Menschen an vielen Punkten im Land, auf vielen Ebenen, gegenüber vielen Politikern, mit vielen Ideen gleichzeitig ihren Dissens und ihre Vorstellung von einer solidarischen menschenfreundlichen Gesellschaft zum Ausdruck bringen, können wir den gewollten Untergang der Menschlichkeit aufhalten.
Wer sagte, alles sei verloren?
Stuttgart zum sicheren Hafen! Seebrücke statt Seehofer! Fähren statt Frontex!

 

Den Aufruf sowie den Flyer findet ihr außerdem auf der Homepage unter:

http://otkm-stuttgart.tk <http://otkm-stuttgart.bplaced.net/j25/2018/07/11/leben-retten-ist-kein-verbrechen-der-festung-europa-gemeinsam-etwas-entgegensetzen/>

oder der Facebook Veranstaltung unter: https://www.facebook.com/events/ <https://www.facebook.com/events/241516556661610/?active_tab=about>

Lasst uns alle die nächsten Tage noch kräftig die Werbetrommel rühren, damit wir am 21. ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Politik an den europäischen Außengrenzen in die Stutgarter Innenstadt tragen können!

*UnterstützerInnen* Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) Stuttgart, Flüchtlingsrat Baden – Württemberg, Initiative aus Freundekreisen für Flüchtlinge,  just human e.V., Die Anstifter,  Stuttgart ökologisch Sozial (SÖS),  Die LINKE Stuttgart,  ver.di Bezirk, Stuttgart AK Asyl,  Stuttgart DFG-VK Landesverband Ba-Wü,  DIDF Stuttgart, Interventionistische Linke Stuttgart (iL)

Vortrag | Michael Wilk 27.07 Stuttgart

Solidarität mit den Hoffenden
Ein Arzt berichtet aus Nord-Syrien

Als  Afrin Anfang dieses Jahres angegriffen wurde, ist der Arzt Dr.
Michael Wilk aus Wiesbaden nach Nord-Syrien gefahren. Dort hat er die
Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond (heyva sor a kurd) bei der
Versorgung der Geflüchteten aus Afrin unterstützt. Michael Wilk war
bereits zum siebten mal in Nord-Syrien, um zu unterstützen und um zu
verstehen, warum die Menschen dort soviel Hoffnung durch ihr neu
geschaffenes demokratisches Gesellschaftsmodell gewonnen haben.
Hoffnungen, die eine Revolution im Norden eines Landes ausgelöst hat.
Syrien wird seit 2011 von Terror, Bürgerkrieg und internationalen
Kriegseinsätzen zugerichtet.

Lange Zeit konnte sich vor allem die kurdischen Regionen im Norden – „Rojava –
militärisch und seelisch behaupten und ihre Revolution in arabische Gebiete bis nach Minbic und Rakka ausweiten. Mit dem Einfall des türkischen Militärs in Afrin
wurde eine neue Situation geschaffen. Während der Angriff der Türkei
offensichtlich völkerrechtswidrig ist, hatten die Menschen in Afrin
nicht nur unter dem Terror der Bomben, sondern auch unter dem wissenden
Schweigen der UN und der internationalen Gemeinschaft zu leiden.

Die internationalen Kriegseinsätze, der Terror, der Bürgerkrieg und die
Revolution in Syrien werden von einer medialen Schlacht begleitet.
Richtige und falsche Nachrichten werden von verschiedenen Beteiligten
verwendet, um ihre Interessen durchzusetzen. Mit Michael Wilk wollen
wir einen Augenzeugen zu Wort kommen lassen und mit seinen Eindrücken
und mit Ihren Informationen und Quellen diskutieren, was wir in Stuttgart
machen können. Wie hat Michael Wilk die Angriffe erlebt? Vor welchen
Aufgaben stand und steht aktuell der Kurdische Rote Halbmond? Wie wird
dieser Angriff in Nordsyrien verarbeitet? Wie wird auf die neue
Situation reagiert? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich für unsere
Solidaritätsarbeit?

In seinem Vortrag wird Michael Wilk über die Situation des
Gesundheitswesens und des Kurdischen Roten Halbmonds, die militärischen
Auseinandersetzungen mit dem IS und natürlich über die Okkupation
Afrins durch das türkische Militär und dschihadistischen Banden sprechen.

Straßenumbenennungen | Stuttgart

In Gedenken an: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter

Aktivist_innen der Interventionistischen Linken (IL) haben heute in über 20 Städten mehr als 200 Straßen umbenannt und mit den Namen der Opfer des NSU versehen. Kurz vor dem Ende des NSU-Prozesse soll damit das Gedenken an die Opfer des Terrornetzwerks in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die Umbennenungen wurden bevorzugt Straßen ausgesucht, die NS-belastete Namen trugen und deren Umbenennung längst überfällig war.

Hier einige Auszüge aus Stuttgart!

Wir wollen damit das Ausmaß rassistischer Gewalt sichtbar machen und den Opfern des NSU und ihren Angehörigen Respekt erweisen.

 

Wir sagen: #KeinSchlussstrich!

Wir sagen: #KeinSchlussstrich!
Die Opfer des #NSU wurden von rassistisch agierenden Behörden zu Tätern gemacht. Man hat ihnen eine umfassende Aufklärung verweigert, die eigene Beteiligung am mörderischen Rassismus in dieser Gesellschaft vertuscht und rechten Terror systematisch verharmlost.
Nach fünf Jahren NSU-Prozess blieben mehr Fragen als Antworten. Deswegen darf das Ende des Prozesses nicht das Ende der Aufklärung sein!

Kein Schlussstrich – Bundesweite Straßenumbenennungen zum Ende des NSU-Prozesses

Aktivist_innen der Interventionistischen Linken (IL) haben heute in über 20 Städten mehr als 200 Straßen umbenannt und mit den Namen der Opfer des NSU versehen. Kurz vor dem Ende des NSU-Prozesse soll damit das Gedenken an die Opfer des Terrornetzwerks in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die Umbennenungen wurden bevorzugt Straßen ausgesucht, die NS-belastete Namen trugen und deren Umbenennung längst überfällig war.

Solche Aktionen fanden u.a. statt in: Aachen, Aschaffenburg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Freiburg, Göttingen, Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Lübeck, Mannheim, Marburg, Nürnberg und Stuttgart.

Wir wollen damit das Ausmaß rassistischer Gewalt sichtbar machen und den Opfern des NSU und ihren Angehörigen Respekt erweisen.

Die Opfer des NSU wurden von rassistisch agierenden Behörden zu Tätern gemacht. Man hat ihnen eine umfassende Aufklärung verweigert, die eigene Beteiligung am mörderischen Rassismus in dieser Gesellschaft vertuscht und rechten Terror systematisch verharmlost.
Nach fünf Jahren NSU-Prozess blieben mehr Fragen als Antworten. Die Bundesanwaltschaft hat bis zum Ende den Mythos vom Terror-Trio aufrechterhalten hat. Sie hat die Aufklärung des Terrornetzwerks verhindert und die staatliche Beteiligung vertuscht.

Das gesamte Umfeld des NSU ist durch V-Männer geprägt gewesen. Der sogenannte Verfassungsschutz hat sich durch aktive Unterstützung und Ausstattung mit finanziellen Ressourcen schuldig gemacht. Unter den Augen des Geheimdienstes verübten Neo-Nazis bis heute Anschläge und schreckten auch vor Mord nicht zurück.
Der Verfassungsschutz schützt niemanden, am wenigsten die Betroffenen von rassistischer Gewalt. Er ist Teil des Problems und muss sofort aufgelöst werden.

In den kommenden Tagen wird es zu weiteren Aktionen kommen. Darüber hinaus ruft die Interventionistische Linke auf, sich an folgenden Demonstrationen zu beteiligen:
Demonstrationen am Tag X (Mittwoch, 11.7.)
Demonstrationen am Samstag nach Tag X (14.7.) in Hamburg und München.

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